Henriette

(präsentiert von Ohura)

Wo sie hinkommen wird Ihnen gezeigt, wo sie die Gitarren einstecken sollen. Wo sie weggehen bleiben Jungs mit offenen Mündern und dämlichen Gesichtsausdrücken zurück. Während sich die Screamo Jungs noch die Haare toupieren und die Möchtegern Gangstas die Augenbrauen zurecht zupfen, sind Henriette längst angekommen in ihrer ganz eigenen Haltung, keine Vorbilder nötig. Ob es ihre die Art ist wie sie die Gitarren verstimmen, auf dem Keyboard den Plastiktrompeten so und einstellen oder ihre Texte schreiben - die vier Nürnbergerinnen treffen den Nagel auf den Kopf. Die Gitarren schraddeln, die Drums marschieren, die Keyboards tröten durch den gekrümmten Raum, irgendwo zwischen The Cure anno 1977 und den Riot Grrrls von Morgen. Sie singen über das Leben aus der Sicht Junger Frauen, die keine Zeit zu verschenken haben. Das Gefühl überträgt sich gnadenlos. Jung, anders, jenseits der Mittelspur, selbstbewusstwütend, wunderbar unfertig und unbegreiflich reif.